Melk
Niederösterreich
Bezirkshauptstadt:
Seehöhe: 213 m
Einwohner: 5.139 (2001)
Fläche: 25,71 km2
Am südlichen Donauufer, zwischen Melk- und Pielachmündung, am Eingang in die Wachau; Schifffahrtsstation, Donaubrücke.
Bezirkshauptmannschaft, Bezirksgericht, Birago-Kaserne, Finanzamt, Eich- und Vermessungsamt, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Bezirksbauernkammer, Krankenhaus, Beratungszentrum, Bischöfliches Seminar, evangelisches Pfarramt, Schulpsychologische Beratungsstelle, Straßen- und Brückenmeisterei, Laufkraftwerk Melk (1982, 187 MW), Gebietsleitung des Forsttechnischen Dienstes für Wildbach- und Lawinenverbauung, Stiftsgymnasium und Konvikt, Volkshochschule; Motorsportstrecke Wachau-Ring, Melker Sommerspiele; 2840 Beschäftigte (1991), davon rund 64 % im Dienstleistungssektor (besonders persönliche, soziale und öffentliche Dienste, Handel); Druckerei, Kunststoff- und Holzverarbeitung, Erzeugung von Metallwaren und Heizgeräten, Bauwesen; Sommertourismus (45.006 Übernachtungen).
Text auszugsweise aus
aeiou - das kulturinformationssystem des bm:bwk
14.000 Stichwörter und 2000 Abbildungen aus Geschichte, Geographie, Politik und Wirtschaft Österreichs
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Allgemeines
Besiedlung seit der Jungsteinzeit, archäologische Funde aus Melk und Umgebung im Stadtmuseum; urkundlich 831 "Medilica", im Nibelungenlied (um 1200) als "Medelicke". Nach 976 Hauptsitz Markgraf Leopolds I. und seiner Nachfolger, im 11. Jahrhundert. Entstehung eines Kanonikatsstifts mit Begräbnisstätte der österreichischen Markgrafen; 1089 Umwandlung in ein Benediktinerkloster, durch Leopold III. 1113 Schenkung des Burgbereichs an das Kloster. Bis in das 17. Jahrhundert bedeutender Warenumschlagplatz, Stadterhebung 1898.
Blickpunkte:
Auf dem rechteckigen Marktplatz Bürgerhäuser mit barocken und historistischen Fassaden (spätgotischer Kern) um den Kolomanibrunnen (1687)
Stark regotisierte, im Kern spätgotische Pfarrkirche mit monumentaler Ölberggruppe (um 1520), neugotische Einrichtung
reich stuckiertes frühklassizistisches Posthaus (1792)
Benediktinerstift unter Abt B. Dietmayr als barocker Klosterpalast in beherrschender Lage über der Donau 1702-36 von J. Prandtauer erbaut (fertiggestellt von J. Munggenast), mit 362 m langer Front und 1188 Fenstern ein Monumentalbau von europäischem Rang
Stiftskirche, eine der bedeutendsten Barockkirchen Österreichs, 1702-26 von J. Prandtauer erbaut, von J. Munggenast bis 1734 fortgeführt und nach Brand bis 1746 erneuert (63 m hohe Kuppel nach Brand 1947 renoviert), mit Werken der Maler J. M. Rottmayr, G. Fanti, P. Troger, P. Widerin, großartiger Hochaltar, aufwendiges Orgelgehäuse (1733). Gräber des heiligen Koloman und der früheren Babenberger mit Gemahlinnen (barocke Denkmäler). Klosteranlage mit Torbau und Basteien, Hauptgebäude um Prälatenhof, teilweise auf Vorgängerbauten errichtet, innen Prälatur mit Festsaal (Bildergalerie), Gemälde der Stiftspfarren, in der Schatzkammer "Melker Kreuz" (1362 und 1. Viertel 15. Jahrhundert), Tragaltärchen der Markgräfin Suanhild (11. Jahrhundert), Kolomanimonstranz (1752)
im Kaisertrakt Gemälde der Babenberger und Habsburger, Museum mit romanischem Kruzifix (12. Jahrhundert), Tafelbilder von H. Egkl (15. Jahrhundert), Jörg Breu und P. Troger
Altane
Bibliothek mit Deckenfresko von P. Troger, im Oberstock Fresko von J. Bergl, 80.000 Bände, 1850 Handschriften, 868 Wiegendrucke
Schultrakt mit Kolomanisaal ("Studentenkapelle") mit Fresken von P. Troger
Konvikt, Park mit Gartenpavillon (F. Munggenast, 1747)
Kremser Tor im Osten (15. Jahrhundert), um 1600 erneuert, mit Stadtwappen aus der Zeit Karl VI.
Linzer Tor im Westen, gotisch, im 17./18. Jahrhundert verändert
Gemeinden:
3661 Artstetten - Pöbring
3252 Bergland
3232 Bischofstetten
3372 Blindenmarkt
4392 Dorfstetten
3392 Dunkelsteinerwald
3644 Emmersdorf an der Donau
3253 Erlauf
3381 Golling an der Erlauf
3680 Hofamt Priel
3383 Hürm
3233 Kilb
3241 Kirnberg an der Mank
3660 Klein-Pöchlarn
3375 Krummnußbaum
3652 Leiben
3382 Loosdorf
3240 Mank
3671 Marbach an der Donau
3672 Maria Taferl
3390 Melk
3662 Münichreith - Laimbach
3371 Neumarkt an der Ybbs
3691 Nöchling
3680 Persenbeug - Gottsdorf
3252 Petzenkirchen
3380 Pöchlarn
3650 Pöggstall
3654 Raxendorf
3244 Ruprechtshofen
3382 Schollach
3642 Schönbühel - Aggsbach
3243 St. Leonhard am Forst
3371 St. Martin - Karlsbach
3684 Sankt Oswald
3242 Texingtal
3653 Weiten
3370 Ybbs an der Donau
3683 Yspertal
3393 Zelking - Matzleinsdorf
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