Tulln
Niederösterreich
Bezirkshauptstadt:
Seehöhe: 180 m
Einwohner: 12.038 (2001)
Fläche: 72,22 km2
Am Südufer der Donau gelegen, politisches und wirtschaftliches Zentrum des Tullnerfelds; 3 Donaubrücken (2 Straßen- und 1 Eisenbahnbrücke), Schiffsstation; gilt als die "Blumenstadt Österreichs".
Bezirkshauptmannschaft, Bezirksgericht, Arbeitsmarktservice, Finanzamt, Zollamt, Gesundheitsamt, Eich- und Vermessungsamt, Stromaufsicht und Schifffahrtspolizei, Bauhof des Bundesstrombauamts, Straßenbauabteilung, Versuchsgarten der Forstlichen Bundesversuchsanstalt, Landwirtschaftliche Koordinationsstelle des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Bezirksbauernkammer, Gebietskrankenkasse, Krankenhaus, Niederösterreichische Rot-Kreuz-Zentrale, Psychosozialer Dienst, Caritas-Tagesheim für Behinderte, Kinderhaus (Volkshilfe), Lebenshilfe, Hilfswerk, Beratungsstelle für Erwerbslose, Zentrum der Niederösterreichischen Feuerwehren und des Zivilschutzes (Niederösterreichische Landes-Feuerwehrschule, Feuerwehrmuseum); Interuniversitäres Forschungsinstitut für Agrarbiotechnologie, Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium, Handelsakademie, Handelsschule, Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, landwirtschaftliche Fachschule, Krankenpflegeschule, Fachschule für Flugtechnik, Volkshochschule, Kunstwerkstatt, Stadtsaal, historische Museen im Minoritenkloster, E.-Schiele-Museum, Stadtpark, Messegelände der Tullner Messe Ges. m. b. H., Jachthafen, Wasserpumpwerk, Umspannwerk, Flugplatz Langenlebarn mit Segelflughangar. Industrie und Gewerbe: Zuckerfabrik, Großdruckerei, Baugewerbe (unter anderem Betonfertigteile), Fenster- und Metallwarenerzeugung, Spezialmaschinenbau, Tierkörperverwertung. Rund 64 % der 6711 Erwerbstätigen (1991) im Dienstleistungssektor (persönliche, soziale und öffentliche Dienste, Handel).
Text auszugsweise aus
aeiou - das kulturinformationssystem des bm:bwk
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Allgemeines
Römisches Kastell "Comagena" und Stützpunkt der römischen Donauflotte, urkundlich 791, 1014 als "civitas" genannt, Stadtrecht erst 1270 verbrieft überliefert, im Nibelungenlied erwähnt, im Mittelalter wichtiger Gerichtsort und Handelsplatz, 1683 Sammelplatz des Entsatzheers für das belagerte Wien.
Blickpunkte:
Pfarrkirche St. Stephan, romanische Pfeilerbasilika mit Doppelturmanlage (12. Jahrhundert), in der Gotik (Chor aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts) und im Barock (Türme) erneuert, romanische Wandgliederung und Westportal mit Halbfiguren in Rundbogennischen (13. Jahrhundert) erhalten, im Inneren barocke Altäre (1725-86), Rokokochorgestühl (um 1750) aus der Kartause Gaming, zahlreiche Grabdenkmäler (15.-18. Jahrhundert)
spätromanischer Karner (um 1240), einer der schönsten in Österreich, von einer Wiener Bauhütte geschaffen, prächtiges Trichterportal, romanische Fresken (1873 überarbeitet)
ehemalige Minoritenkirche (1732-39) mit reicher Bandelwerk-Stuckausstattung und einheitlicher spätbarocker Einrichtung sowie Minoritenkloster (heute Amts- und Museumsgebäude)
Stadtturm (16. Jahrhundert)
Salzturm, im Kern spätrömisch
ehemaliges Dominikanerinnenkloster, Reste aus dem 17. Jahrhundert erhalten
ehemaliges Kapuzinerkloster (17. Jahrhundert)
Dreifaltigkeitssäule (1695)
Mariensäule (um 1700)
im Kern gotische Bürgerhäuser mit spätgotischen Baudetails, barocken und historistischen Fassaden
Gemeinden:
3462 Absdorf
3452 Atzenbrugg
3481 Fels am Wagram
3484 Grafenwörth
3471 Großriedenthal
3701 Großweikersdorf
3441 Judenau - Baumgarten
3470 Kirchberg am Wagram
3465 Königsbrunn am Wagram
3433 Königstetten
3442 Langenrohr
3451 Michelhausen
3424 Muckendorf - Wipfing
3443 Sieghartskirchen
3454 Sitzenberg - Reidling
3423 St. Andrä - Wördern
3434 Tulbing
3430 Tulln an der Donau
3042 Würmla
3424 Zeiselmauer - Wolfpassing
3435 Zwentendorf an der Donau
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